Inscripción Abierta a Cursos Extensivos e Intensivos

Beispiel 1: Die steigende Lebenserwartung der Deutschen

Imagen
Grafik Lebenserwartung Deutschland

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Lebenserwartung bei der Geburt in Deutschland von Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute. Die Daten stammen vom Statistischen Bundesamt und beziehen sich auf vier Zeiträume: 1901/10, 1932/34, 1960/62 und die Gegenwart. Dargestellt werden die Werte in einem Säulendiagramm, wobei jeder Zeitraum durch zwei Säulen repräsentiert wird – eine blaue für die Männer und eine rote für die Frauen.

Es lässt sich eine deutliche Tendenz erkennen: Die Lebenserwartung ist kontinuierlich gestiegen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts (1901/10) wurden Männer durchschnittlich nur 44,8 Jahre alt, Frauen 48,3 Jahre. Heute hat sich diese Zahl nahezu verdoppelt: Frauen erreichen im Schnitt 81,8 Jahre, Männer 76,2 Jahre.

Die Grafik verdeutlicht auch die schrittweise Entwicklung: Männer des Zeitraums 1932/34 wurden durchschnittlich 59,9 Jahre alt, Frauen 62,8 Jahre. Bei den 30 Jahre später Geborenen (1960/62) stieg die Lebenserwartung auf 66,9 Jahre bei den Männern und 72,4 Jahre bei den Frauen – ein Zuwachs von 7 bzw. knapp 10 Jahren. Durchgängig zeigt sich, dass Frauen im Durchschnitt älter werden als Männer.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass es sich um Durchschnittswerte handelt. Meine eigenen Großeltern beispielsweise wurden um 1920 geboren und sind fast 90 Jahre alt geworden – deutlich über dem heutigen Durchschnitt für Neugeborene.


Beispiel 2: Einwohner je Arzt und Zahnarzt

Imagen
Einwohner je Arzt und Zahnarzt

Die Grafik mit dem Titel „Einwohner je Arzt und Zahnarzt" zeigt, wie viele Personen ein Arzt bzw. Zahnarzt in Deutschland zwischen 1970 und 2003 durchschnittlich betreute. Die Angaben werden in absoluten Zahlen dargestellt und stammen vom Statistischen Bundesamt (Stand: November 2004). Es handelt sich um ein Säulendiagramm mit zwei Säulen pro Jahr: Die türkisfarbene Säule steht für die Einwohnerzahl pro Zahnarzt, die violette für die Einwohnerzahl pro Arzt.

Es ist eine klare Tendenz erkennbar: Die Anzahl der Einwohner pro Arzt und Zahnarzt ist zwischen 1970 und 2003 deutlich gesunken. Dies bedeutet, dass die Ärztedichte in Deutschland zugenommen hat – ein Indikator für eine verbesserte medizinische Versorgung.

Konkret musste ein Arzt 1970 im Durchschnitt 615 Einwohner versorgen. Bis 2003 sank diese Zahl auf 271 Personen – ein Rückgang um etwa 56 Prozent. Bei den Zahnärzten zeigt sich ein ähnliches Bild: Während 1970 noch 2.027 Einwohner auf einen Zahnarzt kamen, waren es 2003 nur noch 1.277 – ein Rückgang von rund 37 Prozent. Generell lässt sich feststellen, dass es stets deutlich mehr Ärzte als Zahnärzte gab.


Beispiel 3: Anteil der Privatschulen im Bereich allgemeinbildende und berufliche Schulen

Imagen
Grafik Privatschulen Deutschland

Das Schaubild zeigt den Anteil der Privatschulen in Deutschland im Jahr 2008. Die Daten wurden vom Statistischen Bundesamt erhoben (Fachserie 11, Reihe 1.1) und in Prozent angegeben. Dargestellt werden sechs Säulen in zwei unterschiedlichen Mustern: kariert für allgemeinbildende Schulen und schräg gestreift für berufliche Schulen. Zu beachten ist, dass Schulen des Gesundheitswesens nicht berücksichtigt wurden.

Die Grafik unterscheidet drei Kategorien: Gesamtdeutschland, das frühere Bundesgebiet (Westdeutschland) und die neuen Länder einschließlich Berlin.

Für Gesamtdeutschland zeigt sich, dass etwa 9 Prozent der allgemeinbildenden Schulen privat waren, bei den beruflichen Schulen lag der Anteil mit rund 22 Prozent mehr als doppelt so hoch. Im früheren Bundesgebiet ist das Verhältnis ähnlich: ca. 9 Prozent bei den allgemeinbildenden und etwa 19 Prozent bei den beruflichen Schulen. In den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin) ist der Anteil der privaten Berufsschulen hingegen mit etwa 31 Prozent deutlich höher – fast anderthalbmal so viel wie in Westdeutschland.

Bemerkenswert ist, dass der Anteil der privaten allgemeinbildenden Schulen in allen drei Kategorien annähernd gleich bei etwa 9 Prozent liegt. Insgesamt zeigt sich, dass berufliche Schulen zwei- bis dreimal häufiger in privater Trägerschaft sind als allgemeinbildende Schulen.

Die Grafik lässt allerdings keine Rückschlüsse auf die Ursachen dieser Unterschiede zu. Wünschenswert wäre außerdem eine Darstellung der zeitlichen Entwicklung sowie eine Differenzierung nach Schulformen.

Whatsapp